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11. Burgmannen-Tage, Vechta 2009 11. Burgmannen-Tage, Vechta 2009


vom 26.09. - 27.09. 2009

Am Wochenende des 25. bis 27. September fanden in Vechta die Burgmannentage 2009 statt. Vom Veranstalter - dem "Museum im Zeughaus Vechta" - als mittelalterliche Veranstaltung öffentlich ausgewiesen und in den Teilnehmerregeln als "Veranstaltung mit musealem Charakter" konkretisiert wurde, haben wir uns sehr auf die Veranstaltung gefreut. Gefreut nicht zuletzt deswegen, da sich an diesem Wochenende unsere Mühen bezahlt machen sollten und die harte Arbeit des letzten Jahres sich rechtfertigen würde. Denn in Vechta würden wir unsere "Lager-Premiere" erleben. Zwar waren wir im letzten Jahr (2008) auch schon als Tagesgäste auf dieser Veranstaltung und mussten feststellen, dass auch schon dort das ausgewiesene Regelwerk nicht wirklich voll umfänglich realisiert wurde, aber trotzdem wollten wir diesen Regeln so gut wie möglich entsprechen.

Burgmannentage Vechta 2009

Zur Veranstaltung als solches

Das Veranstaltungegelände musste als mehrgeteilt wahrgenommen werden. Neben zwei großen Heerlagerbereichen im Westen und Osten, lagen dazwischen zentral der Marktbereich der Fogelvreien, sowie einige Stände mit Mitmachaktionen für die kleinen Besucher, die vom Museum selbst organisiert wurden.

Über den Tag hinweg wurden den Besuchern durch den Veranstalter Aktionen wie der Bau eines Einbaumes oder die von einem Archäologen begleitete Aussiebung von Erde aus einem nahegelegenen Fundgebiet angeboten. Schade war dabei, dass insb. beim Einbaumbau auch wirklich moderne Arbeitsgeräte Verwendung fanden. Obgleich diese dem Besucher nicht als historische vorgegaukelt wurden, denn wer weis nicht, dass es Kettensägen im Mittelalter nicht gab!?
Auf dem Turnierplatz im Westen fand am Samstag, sowie am Sonntag, der "Sturm der Raben" und eine freie Feldschlacht statt, bei letzterer hatten auch willige Darsteller aus dem Heerlager die Möglichkeit mitzuwirken.

Unsere Tätigkeit auf der Veranstaltung

Im Vorfeld haben wir schon abgesprochen, dass sich die Damen hauptsächlich um die Verpflegung kümmern werden. Feststellen konnten wir, dass wirklich 3 Personen nötg waren das Essen vorzubereiten, zu kochen, das Feuer zu schüren und alles im Nachhinein wieder zu reinigen. Nur vereinzelt fanden Simone, Meike und Christina Zeit sich noch ein wenig um Handarbeiten zu kümmern.

Uwe hat sich als Tischler verdient gemacht, auch wenn immer wieder Hohn zu hören war, warum nicht statt des Beitels und Klüpfels die viel einfachere und schnellere Bauweise mittels einer neuzeitlichen Stichsäge beim Bankbau verwendet würde. (Anmerkung: Na, warum wohl nicht???).

Benny hat sich an diesem Wochenende, entgegen seinen eigentlichen Zielen einen Beutler darzustellen, für die Darstellung des Nadlers entschieden. Allerdings schien dies für die Besucher und auch für die anderen Teilnehmer nicht minder interessant zu sein.

Organisation, Feuerholz, Wasser und Hygiene

Da wir am Freitag Nachmittag eher spät loskamen und demnach erst um 18.30 Uhr in Vechta waren, hatten wir urspr. nur noch 1,5 Stunden um unser Lager bis zur Teilnehmer Besprechung zu errichten. Als wir dann bei Ankunft erfuhren, dass die Besprechung um eine Stunde vorgezogen werden sollte, war unser gesamter Zeitplan hinfällig. Hier wäre es schön gewesen, wenn sich alle an die im Vorfeld angegebenen Zeiten halten würden, ober eben rechtzeitig (am besten schon einen Tag vorher) die Änderung bekannt geben wird. Der Aufbau an sich - bis auf das Problem der eintretenden Dunkelheit - war problemlos, auch war ein Ansprechpartner seitens des Veranstalters stets zur Stelle. An der Organisation als solches war nichts zu beanstanden. Unser im Vorfeld bestellter Strohballen lag abholbereit am Museum und Feuerholz war in auseichender Menge und qualitativ guter Beschaffenheit vorhanden. Auch die Versorgung mit Frischwasser war unproblematisch, hingegen die Entsorgung des Abwassers ungleich schwerer war.

Verbessungsfähig erschien uns die Quantität der sanitären Anlagen. Es gab leider nur einen Toilettenkontainer für Gäste und Besucher zugleich. Das war teilweise nicht nur hinderlich, sondern auch schon fast unmöglich zu koordinieren, obgleich die Toiletten - zumindest zu den Besucherzeiten - immer sauber waren.
Daneben stand den Teilnehmern ein Duschkontainer zur Verfügung, der jederzeit warmes und kaltes (wenn der Boiler leer war) Duschen ermöglichte. Optimal wäre ein zweiter Duschkontainer; damit Damen und Herren sich losgelöst von jeder Scham der Hygiene des 21. Jahrhunderts hingeben können.

Fazit

Die Veranstaltung im Ergebnis als Veranstaltung mit musealem Charakter zu qualifizieren fällt mir - auch als Lager-Neuling - schwer. Was nicht heißen soll, dass diese Veranstaltung in der Gesamtschau nicht sehr stimmig war. Viele Gruppen haben durchaus überzeugende Darstellungen gehabt, ob diese auch historisch korrekt waren, vermag ich nicht für alle Teilnehmer zu bestätigen. In unserem näheren Umfeld waren aber zumindest keine - wie auch durch die Regeln ausgeschlossen -  Steckstühle, Baumarktmöbel und dergleichen vorhanden. Auch das Sitzrittertum erlebte keine Renaissance.  Wir haben in Vechta ein wunderbares Wochenende verbracht und nette Menschen kennengelernt.

Großer Dank für das schöne Wochenende gilt dabei insbesondere unseren Nachbarn aus dem Frühmittelalter von Bragna Skilda (Lars und Jörn), sowie den Mitgliedern von historia-peregrini.

Euer Benny

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